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Max‘ Spiegel – Thomas Schumann und Roland Jaeger zu Osborns Erinnerungen an das Geistesleben des frühen 20. Jahrhunderts

© Foto: HA
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Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Das Antiquariat Cassel & Lampe lädt zu einer hochkarätigen Lesung und Diskussion ein: Exilschriftsteller-Verleger Thomas B. Schumann liest aus den Memoiren des Kunstkritikers und Autors Max Osborn (1870-1946) und spricht mit Exilforscher Roland Jaeger über Osborn, dessen Publikationen und das Berliner Kulturleben der Zeit.

Thomas B. Schumann hatte 2013 die Memoiren Max Osborns unter dem Titel „Der bunte Spiegel. Erinnerungen aus dem Kunst-, Kultur- und Geistesleben der Jahre 1890 bis 1933“ selbst verlegt. Schumann, der in Westdeutschland umgeben von einer großen Bibliothek lebt, engagiert sich für vergessene Exilautoren und hat begonnen, ihre Werke in seinem Verlag „Edition Memoria“ zu veröffentlichen.
Osborn ist vielleicht von vielen vergessen worden, doch er ist kein Unbekannter: Thomas Mann schrieb zum Beispiel an ihn: „… tut einer eine Lebensreise, wie Sie, so hat er was zu erzählen; wir alle dürfen uns freuen …“
Sein „Metropolis-Books-Gespräch(s)“-Partner Roland Jaeger ist ein enorm belesener Kunsthistoriker, Publizist und Exilwissenschaftler, der unter anderem zusammen mit Manfred Heiting die schwergewichtige „Autopsie“ vorlegte. Die in mehrere Zeitabschnitte untergliederte „Autopsie“, die bereits in zwei eigenständigen Bänden erschien, ist eine umfassende Geschichte des Photobuchs auch unter dem Aspekt, welche Rolle das Buch spielt(e), berücksichtigt nicht nur die überall aufgeführten Bildbände und erhielt den „Antiquaria-Preis“ der gleichnamigen Ludwigsburger Antiquariatsmesse.
Am Charlottenburger Veranstaltungsort neben der Buchhandlung Winter und gegenüber des ehemaligen Kinos „Kurbel“ zwischen Wilmersdorfer Straße und Kurfürstendamm ist viel Kompetenz versammelt, so ist Veranstalterin Alexis Cassel, die mit Dieter Lampe jahrzehntelang auf den wichtigen Antiquariatsmessen vertreten war und nun seit einem Dutzend Jahren in der alten neuen Hauptstadt Handel und Kulturerhalt miteinander verbindet, selbst Kunsthistorikerin.
Ein spannender Feier-Abend und Rückblick auf die Blütezeit des Kaiserreichs und die ‚roaring twenties‘, die genau an diesem Ort am Ku’damm und in seinen Seitenstraßen unter starker jüdischer Beteiligung brodelten.

Samstag, den 7. November 2015 um 16 Uhr im Antiquariat Cassel und Lampe (Metropolis Books), Giesebrechtstraße 18, 10629 Berlin-Charlottenburg (Nähe U-Bahnhof Adenauerplatz). Eintritt 6 Euro. Im Anschluss Umtrunk mit hors d’oeuvres. Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse.

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