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Willkommen in Jerusalem – wenigstens in der Jerusalem-Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin

Jerusalem
Ein Blick auf Jerusalem. Quelle: Pixabay

Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Manche meiden Jerusalem und das nicht nur in diesen Tagen. Dabei ist diese Jeruschalajim auf Hebräisch oder al-Quds für die Heilige auf Arabisch genannte Stadt in den judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer immer einen Besuch wert. Für alle an Geschichte und Gegenwart Interessierte hat sie nicht nur Kirchen, Moscheen und Synagogen für Christen, Muslime und Juden zu bieten, sondern vier Viertel in einer Altstadt, die alle – das muslimische, jüdische, christliche und armenische Viertel – besichtigungswürdig sind.

Jerusalem ist nicht nur von religiöser, kultureller und geschichtlicher Relevanz, Jerusalem sei auch „von außerordentlicher politischer Brisanz, da sowohl Israelis als auch Palästinenser es als ihre Hauptstadt beanspruchen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Jüdischen Museums Berlin vom 21. Dezember 2017.

Die neue Ausstellung „Welcome to Jerusalem“, die seit dem 11. Dezember 2017 und noch bis zum 30. April 2019 läuft, wird mit folgenden Worten beworben: „Von der Zeit des zweiten Tempels und seiner Eroberung durch Rom über die osmanische Herrschaft und die britische Mandatszeit bis zum 21. Jahrhundert – die Ausstellung ‚Welcome to Jerusalem‘ thematisiert eine Stadtgeschichte, in der Alltag, Religion und Politik unauflöslich miteinander verflochten sind. Zu sehen sind wertvolle historische Objekte und Modelle, die erstmals in Berlin gezeigt werden; ebenso mediale Installationen, die eigens für die Schau entwickelt wurden.
Arbeiten von Yael Bartana, Mona Hatoum, Gustav Metzger, Fazal Sheikh und weiteren internationalen Künstlern kommentieren historische Ereignisse und politische Positionen. Eine Filmspur mit Interviews aus der Echtzeit-Dokumentation ’24h Jerusalem‘ macht die Besucher mit einer in jeder Hinsicht bemerkenswerten und aufregenden Stadt bekannt. – Welcome to Jerusalem!“

Die Ansicht einer Ausstellung ist das eine, die Erlebnisse, die Erfahrungen und Erkenntnisse einer Reise nach Jerusalem das andere und viel nachhaltiger für das Verstehen, Erklären und Verändern einer Welt im Wandel.

Die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien mit freundlicher Unterstützung der Lotto-Stiftung Berlin geförderte Ausstellung ist im ersten Obergeschoss des Altbaus des Jüdischen Museums Berlin zu sehen.

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
Eintritt: Mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)
Mehr Informationen: www.jmberlin.de/jerusalem

Anmerkung:

Vorstehender Beitrag von Stefan Pribnow wurde im KULTUREXPRESSO am 21.12.2017 erstveröffentlicht.

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