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Auf der Promenade der Kreuzfahrerstadt und im Caesarea-Nationalpark schlendern und schauen

Caesarea.
Die "Promenade" der Festung Caesarea am Mittelmeer in Israel. © 2018, Photograph Victor Levy, Caesarea Development Corporation

Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Dass die mittelalterliche Kreuzfahrerfestung im heutigen israelischen Caesarea-Nationalpark einst eine bedeutende antike Stadt in Palästina war und später eine formidable wie wichtige Festung der kreuzfahrer war, das kann man in den Büchern und vor Ort studieren. Doch die Kreuzfahrerstadt war lange nicht so groß wie die antike Stadt.

Caesarea.

Ein Blick auf einen Abschnitt der Festungsmauern von Caesarea. © 2018, Photograph Victor Levy, Caesarea Development Corporation

Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten können Interessierte nun entlang der restaurierten Promenade auf der Festungsmauer gehen und stehen sowie die Quartiere und den Markt im Hafen von Caesarea besichtigen. Auch das, was vom Palast des Herodes samt Badebecken und einem Hippodrom übrig geblieben ist, kann bestaunt werden wie Tempel und ein Nymphäum.

Beeindruckend ist nach wie vor das römische Aquädukt, mit dessen Hilfe über sechs Kilometer frisches Wasser aus dem Kamelgebirge in die Hafenstadt am Mittelmeer floss, während das Abwasser über unterirdische Kanalisation in die See geleitet wurde.

Vor die Leute, die auf dem Land in und um Caesarea leben ist das wiederaufgebaute antike Theater von Bedeutung, weil es als coole Kulisse für Musik- und Theaterveranstaltungen dient.

Mosaikböden und Marmorplatten aus der Zeit der Römer und Kunsthandwerk aus der Kreuzfahrerzeit werden gezeigt. Funde auf dem Gelände des Caesarea-Nationalparks werden ausgestellt. Zu den Relikten aus der Römer-Zeit gehören Säulen und Kapitelle sowie Grabsteine und Skulpturen.

Caesarea.

Eine Inszenierung in Caesarea am Aufgang zur Promenade. © 2018, Photograph Victor Levy, Caesarea Development Corporation

Die erste jüdische Siedlung im Bereich Caesareas war der Kibbuz Sdot Jam, der 1940 gegründet wurde und zwischen Tel Aviv und Haifa liegt. Nach der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 entstand wenige Kilometer vom Meer entfernt das moderne Caesarea. Über die Jahre schossen um Caesarea allerlei Siedlungen wie Pilze aus dem Boden. Das Land zwischen Tel Aviv und Haifa wurde regelrecht zersiedelt.

Auch Nepper, Schlepper und Bauernfänger machten sich in und um Caesarea, das vielen Kenntnisreiche zu einer der bedeutendsten archäologischen Stätten zählen, breit. Sie bemühen sich, Nippes und Trödel, aber auch Speis und Trank an Touristen zu bringen.

Immerhin wurden und werden viele Millionen in das Großprojekt gesteckt, das zur Zugänglichmachung der Großstadt der Antik beitragen und historische Schätze bergen soll. Deswegen und um die Geschichte zu schützen und zu bewahren, zu verstehen und zu erklären wurde Caesarea zu einem archäologischer Nationalpark, dem

Caesarea-Nationalpark

Der ist von Mai bis August samstags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Tickets kosten umgerechnet rund 10 Euro oder ermäßigt etwa 8 Euro, Kinder zahlen rund 5,50 Euro.

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