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Bezahlen und buddeln – Arbeitseinsatz für die Archäologie in der Ausgrabungsstätte Tel Dor

© SkyView Photoraphy Ltd.
© SkyView Photoraphy Ltd.
Blick auf die Ausgrabungsstätte Tel Dor. © SkyView Photoraphy Ltd.

Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Buddeln und bürsten, tauchen und topographien, das alles und noch viel mehr ist möglich, wenn man vorher bezahlt. Richtig, die Ware Arbeitskraft wird nicht belohnt, jedenfalls nicht in der Ausgrabungsstätte Tel Dor.

Statt in der Geschichte wird im Sand rund 30 Kilometer südlich von Haifa gegraben. Dort werden direkt an der israelischen Mittelmeerküste die Reste der 4000 Jahre alten Hafen- und Handelsstadt Tel Dor ausgegraben.

Das Staatliches Israelisches Verkehrsbüro in Berlin teilte uns mit, dass die Ausgrabungen in Tel Dor „1980 in Zusammenarbeit mit mehreren ausländischen Universitäten begonnen“ worden seien. Ziel des Projektes ist die Freilegung architektonischer Zeugnisse aus verschiedenen Kulturepochen. Zusätzlich wird eine vergleichende Studie über die verschiedenen während der Grabungen aufgedeckten Fundstücke erarbeitet.“

Seit vielen Jahren ist auch Unterwasser-Archäologie in unmittelbarer Nähe zu einer der am schönsten gelegenen Ausgrabungsstätten in Israel möglich. Wer will, der darf unter Wasser oder an der Küste in seiner Freizeit arbeiten. Alle, auch Laien, seien willkommen. Damit auch ungeübte wissen, was zu tun ist, werden die Neuen angelernt und erwerben „Kenntnisse zu verschiedenen Ausgrabungsmethoden“ und zur Geschichte der Gegend. Die für Arbeiter kostenfreien Vorträge würden laut dem Staatlichen Israelischen Verkehrsbüro in Deutschland vor der Tel-Dor-Ausgrabungsleitung und von weltweit bekannten wie anerkannten Archäologen gehalten.

Wer im Juli buddeln will, der muss bis Mitte Mai bezahlen für ein Bett in einem Zwei-, Drei- oder Vierbettzimmer im Beit-Oren-Gästehaus auf einer baumbewachsenen Hochebene mit Blick aufs Meer. In der Pressemitteilung vom 29.03.2016 heißt es weiter: „Zwischen einer zweiwöchigen und einer vierwöchigen Aufenthaltsdauer“ könne jeder Teilnehmer wählen. „Der zweiwöchige Aufenthalt vom 3. bis zum 16. Juli oder vom 17. bis zum 29. Juli 2016 kostet 1.750 Dollar (rund 1.578 Euro, ohne Flug), der vierwöchige Aufenthalt vom 3. bis zum 29. Juli 2.950 Dollar (rund 2.660 Euro, ohne Flug).“ Immerin könnten Studenten der Archäologie und verwandter Fächer, frühere Teilnehmer oder Personen mit anderen Qualifikationen eine Ermäßigung anfragen.

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