Bibi & Benny – Eine Coronakoalition für Israel scheint keine Hexerei

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Ohne Worte. Quelle: Pixabay, Foto: Barbara Evening

Jerusalem, Israel (Jüdische Welt). Die einen sprechen von einer Einheitsregierung, die anderen von einer Großen Koalition. Richtig ist, dass in Israel weiter über ein Bündnis von Ministerpräsident Benjamin „Bibi“ Netanyahu (Likud) und seinem Herausforderer Benjamin „Benny“ Gantz (Blau-Weiß) verhandelt wird.

Nebenbei bemerkt läuft am Montag die von Reuven Rivlin als Präsident an Gantz gesetze Fritz zur Bildung einer Regierung ab. Einen Monat hatte Gantz fürs Gelingen Zeit. Nun bitte Benny, der mit Bibi verhandelt, um eine Verlängerung um zwei Wochen.

In seinem Brief schrieb Gantz: „Die politische, gesundheitliche und soziale Krise haben mich zu dem Entschluss gebracht, dass ich auch zu einem hohen politischen und persönlichen Preis alles dafür tun werde, um eine Regierung mit dem Likud zu bilden.“

Laut „Tagesanzeiger“ (11.4.2020) unter „Einigung in Israel steht bevor Gantz will nun doch Koalition mit Netanyahu“ gebe es „in Israel … mehr als 10.000 Coronavirus-Infektionen und 101 Tote“.

Die Antwort von Rivlin steht zwar noch aus, doch der wird Gönnen können, denn am Ende dürfte eine „Einheitsregierung“ und/oder eine Große Koalition stehen.

Auf einer vierte Palamentswahl verspührt angesichts der Pattsituation im Knesset genannten Parlament keine mehr Lust. Daher wird kommen, was kommen muss: Bibi & Benny, eine Serie in zwei Teilen. Ob die Rotation mit der vermutlichen Rollenaufteilung – erst der eine Ministerpräsident und der andere Außenminister, dann umgekehrt – funktionieren wird oder einer von beiden gegen den Baum fliegt, das werden sehen und beizeiten berichten.

Anmerkung:

Siehe auch den Artikel „Gantz geht auf Netanjahu zu – Israel bekommt eine Regierung mit Rotation“ von Mats Marder.

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