„Ich kämpfe gegen alles, was mich nieder­drücken will“ – Vorstellung des Tagebuches „des jüdisch-kommunistischen Widerstands­kämpfers Karl Neuhof und der Briefwechsel seiner Familie“

"Ich kämpfe gegen alles, was micht niederdrücken will". Das Tagebuch des jüdisch-kommunistischen Widerstandskämpfers Karl Neuhof und der Briefwechsel seiner Familie. © Metropol

Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Wer „gegen alles“ kämpft, was ihn „niederdrücken will“, der muß ein Kommunist sein. Das gilt für die aktuelle kapitalistische Gesellschaft der zerkleinerten Kleindeutschen Lösung mit dem Kürzel BRD, die unter Kanzlern wie der Christin Angela Merkel (CDU) und dem Sozen, Bankgster-Gangster und Schuldenmachermeister Olaf Scholz (SPD) nicht nur ein Apartheidstaat ist, sondern von Anfang an ein Vasallenstaat der VSA mit dem VK im Beiboot war, das gilt auch für das Deutsche Reich unter den Sozen Adolf Hitler (DAP/NSDAP). Beide Staaten waren die des Kapitals.

Doch darum wird es wohl nicht gehen, wenn am Montag, den 11. April 2022, um 19 Uhr in der W.-Michael-Blumenthal-Akademie in Berlin Peter Neuhof und Bernward Dörner im Gespräch mit Aubrey Pomerance den Band „Ich kämpfe gegen alles, was mich nieder­drücken will“ mit den Tagebüchern und Briefwechseln des jüdischen Widerstandskämpfers Karl Neuhof vorstellen.

In einer Pressemitteilung des Jüdischen Museums Berlin vom 30.3.2022 heißt es zu Buchvorstellung, daß „Dokumente aus der NS-Zeit, verfasst aus der Perspektive der Verfolgten, … selten und historisch wertvoll“ seien und weiter: „So auch das Tagebuch des jüdisch-kommunistischen Widerstands­kämpfers Karl Neuhof, der 1943 verhaftet und im Konzentrations­lager Sachsenhausen ermordet wurde. Der Nachlass von Karl Neuhof, in dem unter anderem sein Gefängnis­tagebuch und der Briefwechsel mit und innerhalb seiner Familie enthalten sind, befindet sich als Schenkung seines Sohns Peter Neuhof im Archiv des Jüdischen Museums Berlin. Für die Publikation ‚Ich kämpfe gegen alles, was mich nieder­drücken will‘ hat Peter Neuhof das Hafttage­buch seines Vaters sowie den Briefverkehr entziffert, um sie der Öffentlich­keit zugänglich zu machen.

Peter Neuhof und der Heraus­geber Bernward Dörner stellen das Buch im Gespräch mit Aubrey Pomerance, Leiter des Archivs des Jüdischen Museums Berlin, vor. Der Schau­spieler Bertram von Boxberg liest dazu Auszüge des Tagebuchs.“

Für mich ist der am 25.11.1891 in Friedberg in Hessen geborene Karl Neuhof, der am 15.11.1943 im KZ Sachsenhausen erschossen wurde, einer, der nicht nur redete und schrieb, also mitteilte, was wirklich war, kurzum: er protestierte, sondern der auf seine Weise auch Widerstand leistete. Kurzum: ein Kommunist.

Zwar meldete er sich freiwillig zur kaiserlichen Armee, er schlug Schlachten und trug Gefechte aus, wurde verwundete und ausgezeichnet offensichtlich persönlich durch Kaiser Wilhelmm II. und zwar mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse. Doch Karl Neuhof kämpfte auch in der Roten Ruhrarmee im März 1920 und also auch gegen den Kapp-Putsch vom 13.3.1920, ebenfalls freiwillig. Der Aufstand von der Ruhr wurde von den Sozen unter Kanzler Gustav Bauer (SPD), besser bekannt als Burgfreiden-Bauer, mit Sozen wie Gustav Noske, besser bekannt als Bluthund und Blutnoske, und viele andere mehr zerschlagen. Hunderte Rote starben durch Befehle und Soldaten der Sozen, darunter Freikorps wie der Marine-Brigade von Loewenfeld, das Freikorps Lichtschlag und die Brigade Epp.

Karl Neuhof überlebte die Sozen von der SPD, aber nicht die von der DAP/NSDAP.

Bibliographische Angaben

Herausgeber: Peter Neuhof und Bernward Dörner, Titel: Karl Neuhof „Ich kämpfe gegen alles, was mich niederdrücken will“. Das Tagebuch des jüdisch-kommunistischen Widerstandskämpfers Karl Neuhof und der Briefwechsel seiner Familie, Reihe: Forschungsbeiträge und Materialien der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Band 30, 336 Seiten, Verlag, Metropol, Berlin, 1. Auflage, März 2022, ISBN: 978-3-86331-636-5, Preis: 24 EUR (Deutschland)

Anmerkung:

Vorstehender Artikel von Stefan Pribnow wurde im Magazin KULTUREXPRESSO am 31.3.2022 erstveröffentlicht.

Vorheriger ArtikelIn einer Ausstellung im Jüdischen Museum Westfalen geht es um „Bewegende Schicksale!“ – Nicht „Kinder an die Macht“, sondern „Kinder auf der Flucht“
Nächster ArtikelIn der Migranten-Metropole Berlin wurde wieder „Kindermörder Israel“ und „Drecksjude“ gerufen – „Hohle SPD-Rhetorik allein hilft nicht gegen muslimischen Antisemitismus“ in der BRD

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

2 × = 18