Kein Wolkenkuckucksheim – Diplomatische Beziehungen zwischen Israel und den VAE

Blick auf Dubai, die größte Stadt der VAE. Quelle: Pixabay, Foto: Ashish Laddha

Jerusalem, Israel; Berlin, Deutschland (Jüdische Welt). Reiner Zufall? Nach der Katastrophe von Beirut eine Woche drauf rollt die Nachricht über die Agenturen an die Medien darüber, dass Israels Regierung eine Vereinbarung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) über eine volle gegenseitige Anerkennung geschlossen habe.

Im Gegenzug zu der unter stiller Vermittlung der Vereinigten Staaten von Amerika erreichten Anerkennung durch die VAE verzichte die Netanjahu-Regierung auf die laut diskutierte Annexion von Teilen des besetzten Westjordanlandes. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Und überhaupt, soll man an Zufall denken? Jedenfall ist Ärger in der Naher Osten genannten Region kaum angesagt, jedenfalls nicht nach dieser Verlautbarung über die Vereinbarung. Die Folterwerkzeuge liegen nämlich auf dem Tisch für diejenigen, die querschießen könnten.

Zwei Fragen bleiben: wer den Golf kennt, der weiß um die große Abhängigkeit bestimmter Gebiete vom Iran. Alleine deshalb, weil darüber die Sanktionen gegen den Iran unterlaufen werden. Dubai ist eigentlich de facto schon Iran. Trump kann mit Rums und Bums Frieden schaffen, jedenfalls zwischen bestimmten Spielern auf dem geopolitischen Schachbrett. Sicherlich sind die VAE nicht Saudi-Arabien und auch nicht der Iran, aber etwas von allem.

Keine Frage, den Tycoon in Washington sollte man nicht unterschätzen.

Anmerkung:

Vorstehender Text von Willy Wimmer wurde am 13.8.2020 im WELTEXPRESS erstveröffentlicht.

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